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    Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit

    1. Durch Einbürgerung

    2. Durch Abstammung

    Durch die Geburt erwirbt ein Kind die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

    Der Zeitpunkt der Geburt entscheidet über die maßgebliche Rechtslage:

       

    • Geburt vor 31.12.1974
      bei ehelicher Geburt: Ableitung vom Vater 
      bei nichtehelicher Geburt: Ableitung von der Mutter
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    • Geburt nach 01.01.1975 
      bei ehelicher Geburt: Ableitung von Vater oder Mutter
      bei nichtehelicher Geburt: Ableitung von der Mutter
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    • Geburt nach 01.07.1993
      bei nichtehelicher Geburt: Ableitung vom Vater möglich, sofern die Vaterschaft nach deutschen Gesetzen wirksam anerkannt wurde und eine Vaterschaftsfeststellung bzw. -anerkennung vor dem 23. Lebensjahr eingeleitet wurde
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    • Geburt vor 01.07.1993
      bei nichtehelich geborenen Kindern eines deutschen Vaters besteht ein entsprechendes Erklärungsrecht
    • Einschränkung für Deutsche im Ausland:
      Im Ausland geborene Kinder, deren deutsche Eltern bzw. deutsche Mutter oder deutscher Vater am oder nach dem 01.01.2000 (Inkrafttreten der Staatsangehörigkeitsrechtsreform) im Ausland geboren wurde, erwerben grundsätzlich nicht mehr die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwas anderes gilt nur, wenn sie dadurch staatenlos würden, oder wenn die deutschen Eltern oder der deutsche Elternteil die Geburt innerhalb eines Jahres der zuständigen Auslandsvertretung anzeigt (§ 4 Abs. 4 des Staatsangehörigkeitsgesetzes - StAG).
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    3. Durch Annahme als Kind (Adoption)

    Mit der nach deutschen Gesetzen wirksamen Annahme als Kind durch einen deutschen Staatsangehörigen wird die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, wenn das Kind zum Zeitpunkt des Annahmeantrages noch nicht 18 Jahre alt ist. Auslandsadoptionen können in Deutschland nach dem Adoptionswirkungsgesetz anerkannt oder erweitert werden.

    4. Durch Geburt in Deutschland

    Durch Geburt im Inland erwirbt ein Kind ausländischer Eltern die deutsche Staatsangehörigkeit nach § 4 Abs. 3 Staatsangehörigkeitsgesetz, wenn ein Elternteil

       

    • seit acht Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat und
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    • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen   Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (BGBl. 2001 II S. 810) besitzt.
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    Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit wird durch den für die Beurkundung der Geburt des Kindes zuständigen Standesbeamten eingetragen.

    Eine Ausschlagung der deutschen Staatsangehörigkeit ist in diesen Fällen nicht möglich.

    Nähere Informationen erhalten Sie durch die Staatsangehörigkeitsbehörde.

    5. Durch Ausstellung einer Bescheinigung gemäß § 15 Abs. 1 oder 2 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG)

    Diese Regelung betrifft Spätaussiedler, deren Ehegatten und Abkömmlinge, die durch Aufnahme in Deutschland die Rechtstellung als Deutsche erworben haben.

     

     

    Ansprechpartnerinnen

    Angelika Stein
    Telefon: 07751/ 86-2130
    E-Mail senden

    Susanne Bächle
    Telefon: 07751/ 86-2131
    E-Mail senden